Kurzandacht Mai 2017

„Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, daß ihr wißt, wie ihr einem jeden antworten sollt.“ Kol. 4,6

Jeden Tag reden wir viel und die meisten Menschen reden tagtäglich mit ganz unterschiedlichen Leuten. Die Kommunikation hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel entwickelt. Sie ist heutzutage durch Twitter, Facebook und WhatsApp ergänzt. Oft werden im Internet auch Nachrichten kommentiert und so ein Beitrag wird dann mit dem ganzen Bekanntenkreis geteilt. Wir reden oft auch nicht mehr mit unseren eigenen Worten, sondern wir drücken unsere Emotionen und Gefühle durch so genannte Smileys, durch grafische Objekte, aus: damit zeigen wir, wie es uns gerade geht. Es kann sein, dass die Kommunikation im Vergleich zur Antike oder auch im Vergleich zum letzten Jahrhundert sich rasant verändert und entwickelt hat. Aber es gibt biblische Wahrheiten, die genauso aktuell sind wie vor 2000 Jahren.

Unser innerstes Wesen wird durch unsere Rede bzw. durch unser Schreiben sichtbar. Jesus hat es so gelehrt: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ (Mt. 12,34) Und unser Monatsspruch für den Monat Mai erinnert uns daran, dass auch in der Kommunikation der Gläubigen etwas davon sichtbar sein sollte, dass die Christen eine Verbindung mit Gott haben. Die ganze Umgebung von uns Gläubigen sollte es merken, dass unsere Zunge auch zur Verfügung des Heiligen Geistes steht und dass dadurch Jesus unsere Mitmenschen ansprechen kann. Der Apostel Paulus bringt hier auch konkretes praktisches Beispiel als er sagt, dass auch unsere Rede von dieser göttlichen Freundlichkeit durchdrungen sein sollte, die Gott in unsere Herzen ausgegossen hat, als wir Christen geworden sind. Außerdem soll unsere Rede mit Salz gewürzt sein. Was das konkret bedeutet, können wir besonders dann sehen, wenn wir das Gegenteil davon erfahren.

Wir können uns vorstellen wie es wäre, wenn in einer christlichen Familie ein Kind z.B. ein Nintendo geschenkt bekommt. Es ist selbstverständlich, dass es sein neues Spielzeug ausprobieren möchte. So hat das Kind zu Hause mit dem Mikrofon des Nintendos auch ein Gespräch der Eltern aufgenommen, wie sie miteinander geredet haben, was ihr Gesprächsthema war. Später hat das Kind seinen Eltern einige Minuten davon abgespielt. Das Ergebnis war eine leere inhaltlose Rede. Es war für sie auch sehr merkwürdig, als sie sich dieses nichts sagende Geschwätz angehört haben und auch das, wie sie miteinander gesprochen haben. Der Tonfall war überhaupt nicht erbauend und an einigen Stellen haben sie sich auch geschämt für die Worte, die sie gesagt haben. Unsere Rede sollte ansprechend, gewinnend, einnehmend, ermutigend, angenehm und gleichzeitig interessant, schmackhaft, gewürzt, nützlich und inhaltsvoll sein. Unser Reden sollte von der Absicht gekennzeichnet sein, dass wir damit anderen helfen, der Gläubige will durch seine Rede den anderen bereichern. Wie oft gelingt uns das aber im Alltag überhaupt nicht. Durch unsere Rede sündigen wir vielleicht ganz viel im Alltag. Gott will uns aber Mut machen, auch in diesem neuen Monat. Jesus Christus bittet uns, dass wir auch unsere Zunge zu seiner Verfügung stellen. Wenn Christus unseren Mund gebraucht und er der Herr auch über unsere Zunge wird, wird auch unsere Rede freundlich und mit Salz gewürzt sein.

Euer Daniel

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