Kurzandacht Juli

 „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?” Psalm 42,3

Lieber Leser,

Wer schon in Israel war, der kennt das Wetter in Palästina und der kann sich gut vorstellen, was für eine Hitze in diesem Land im Sommer herrscht. Zur Mittagszeit kann die Temperatur sogar 40 Grad Celsius im Schatten betragen. In dieser Wärme ist es besonders wichtig, dass man genug Trinkwasser hat und der Durst regelmäßig gestillt wird.

Bevor der Psalmist über seinen eigenen Durst spricht, malt er seiner Hörerschaft ein bekanntes Bild von einem Hirsch vor Augen, der Wasser sucht. In Israel kommt es oft vor, dass während der Dürrezeit das Wasser in periodisch fließenden Flüssen alle wird. Dort wo es gestern noch genug Wasser gab, gibt es von einem Tag auf den anderen kein Wasser mehr.

So wird dieser Hirsch vom Durst von einem Ort zum anderen gejagt. Er sucht dann in so einem ausgetrockneten Flussbett eine Pfütze, wo er seinen Durst noch stillen kann. Er sucht an Stellen, wo es am Vortag noch Wasser gab und er hofft, dass er dort wenigstens noch einen Schluck findet. Der Hirsch muss aber feststellen, dass die Sonne leider auch den letzten Tropfen Wasser aufgesogen hat. Enttäuscht muss er seinen Platz verlassen und eine neue Quelle suchen, sonst wird er in der Hitze verdursten. In diesem Zusammenhang sagt der Psalmist, dass er nach Gott dürstet. Es ist lebensnotwendig, dass er jetzt dem lebendigen Gott begegnet, sonst kann er im Glauben nicht fest bleiben. Bei seinem Gott bekommt er aber neuen Mut. Er bewahrt ihn vor seinen Feinden. Sein Gott nimmt die Unruhe aus seinem Herzen weg und schenkt ihm Frieden.  

Es ist wunderbar, wenn wir unseren Durst bei Gott stillen, weil er die einzige Person ist, die uns in allen unseren Nöten helfen und unsere geistlichen Bedürfnisse stillen kann. Gottes Geist möchte uns auch im neuen Monat neue Kraft, neue Ziele und viel Freude durch Jesus schenken. Lasst uns bei unserem Herrn jeden Tag auftanken, wenn wir uns so fühlen, dass wir neue Kraft brauchen. 

Euer Daniel

  

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